Wie alles, was regelmäßig benutzt wird, lässt auch der Akku in Ihrem Tesla mit der Zeit Federn. Die Ladeleistung degradiert, die Kapazität sinkt – kurzum, die „Battery Health” nimmt ab. Das ist zwar normal, durch den direkten Einfluss auf den Restwert des Fahrzeugs aber dennoch unschön.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie herausfinden, wie genau es um Ihre Batterie steht.
Tesla Batteriezustand
Wie schnell und stark die Performance einer Batterie nachlässt, hängt neben der Zellchemie, dem Alter und der Akkugröße vor allem auch vom Nutzungsverhalten ab. Sparsames Fahren und schonendes Laden erhöhen die Lebensdauer des Speichersystems deutlich. In einem weiteren Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Tesla möglichst schonend laden.
Wer mehr am Ist-Zustand interessiert ist, für den stellt Tesla im Infotainment-System unter Fahrzeug -> Service -> Batteriezustand eine Übersicht bereit. Diese nutzt Daten aus dem Batteriemanagementsystem, um eine grobe Übersicht zu bieten.

Tesla Akku Degradation auslesen
Wer es genauer wissen, und nebenbei noch den Tesla-Akku neu kalibrieren will, der kann den Battery Health Test machen – zu deutsch ganz technisch „Batteriezustandstest”. Dieser findet sich im selben Untermenü und prüft den Akku über bis zu 24 Stunden in Bereichen zwischen 0 und 100 % Ladestand.
Am Ende steht als Ergebnis eine simple Prozentzahl fest: Wie viel Leistung ist relativ zum Neuzustand noch übrig? Im Schnitt sind 2,3 % Verlust pro Jahr normal, wobei viele Teslas hier etwas besser performen. Oft sind auch nach über 150.000 Kilometern noch 85–90 % der ursprünglichen Performance vorhanden.
Übrigens: Anhand des Testergebnisses passt Ihr Tesla unter anderem die angezeigte Restreichweite an.
Health Check starten
Um den Test zu starten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein: Zunächst sollten Sie das Fahrzeug unter 20 % Ladestand „leerfahren”, alle anstehenden Softwareupdates durchführen und sicherstellen, dass keine die Hochvoltbatterie (BMC) oder das Wärmemanagement (VCFRONT) betreffenden Systemwarnungen aktiv sind:

Anschließend verbinden Sie den Tesla mit einem mindestens 5 kW starken Wechselstrom-(AC)-Lader. Dann kann der Test gestartet werden. Währenddessen ist das Fahrzeug weitgehend unbenutzbar. Normale Standfunktionen wie der Wächtermodus oder die Klimaregelung sind abgeschaltet und vom Ladegerät sollten Sie den Tesla auch nicht trennen.
Wenn es sein muss, können Sie den Test aber jederzeit über den Touchscreen, wo auch ein Fortschrittsbalken angezeigt wird, oder die Tesla App abbrechen. Dann geht Ihr Tesla einfach wieder in den „normalen” Lademodus über und lädt bis zum eingestellten Limit.
Wann ist der Tesla Batterie Test sinnvoll?
Der Tesla Battery Health Test ist aufschlussreich, aber keine Spielerei. Er ist kein reines Software-Feature, sondern testet physische Fahrzeugkomponenten, die dabei hohe Belastungen erfahren können. Nutzen Sie Ihn daher nur, wenn Sie die Info tatsächlich brauchen – etwa vor einem Fahrzeugverkauf.
Ohnehin lässt Tesla keine wiederholten Tests zu: Nach einer erfolgreichen Prüfung steht die Funktion erst wieder zur Verfügung, wenn die Batterieleistung ausreichend abgenommen hat, dass die Differenz von einem erneuten Test messbar ist.
Wenn Ihre Batterie gut in Schuss ist, sorgen Sie noch mit dem Tesla-Wartungs-Bundle von Teslabs dafür, dass auch der Rest Ihres Fahrzeugs wieder in Top-Zustand kommt.
Haben Sie den Batteriezustandstest schon einmal gemacht? Teilen Sie Ihr Ergebnis gerne in den Kommentaren!













