Tesla-Anhängelast von Model S, 3, X, Y

Tesla-Anhängelast von Model S, 3, X, Y

Die Tesla-Anhängelast: Wie viel können Model S, 3, X und Y ziehen? Hier erfahren Sie alles zu Anhängelast, Stützlast und Co.

Sie fragen sich, wie es sich mit Tesla-Anhängelast von Model 3, Y und Co. verhält? Hier erfahren Sie es!

E-Autos galten lange als ungeeignet für den Betrieb mit Anhängern und wurden dementsprechend oft ohne Anhängerkupplung ausgeliefert. Zu groß war der Verlust an wertvoller Reichweite insbesondere durch große und schwere Anhänger wie Wohnwagen oder aerodynamisch ungünstige Konstruktionen wie Fahrradträger.

Doch nicht immer werden Anhänger auf langen Urlaubsfahrten eingesetzt: Manchmal will man einfach nur Grünabfälle zum Wertstoffhof bringen oder den Großeinkauf vom nächsten Baumarkt nach Hause transportieren. Wie viel Reichweite man auf diesen kurzen Fahrten verliert, ist meist nicht der Rede wert.

Hinzu kommt, dass das Ladenetz mittlerweile gut ausgebaut ist und die Fahrzeuge immer schneller laden. Auch auf längeren Fahrten ist die Reichweite damit kein ganz so wichtiges Argument mehr.

Tesla Anhängelast: Fast jedes Modell mit Anhängerkupplung

Diese Gründe sind wohl mit ausschlaggebend dafür, dass Tesla mittlerweile für fast jedes seiner Modelle eine Anhängerkupplung anbietet, wenngleich meist als aufpreispflichtiges Extra. Das Unternehmen hat erkannt, dass auch mit E-Autos durchaus der Bedarf besteht, Anhänger zu ziehen.

Diesen Bedarf kann heut fast jeder, der einen Tesla kauft, decken. Die mögliche Zuglast unterscheidet sich dabei allerdings teils deutlich. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen alles, was Sie zum Thema Anhängelast und Fahren mit Anhänger bei den einzelnen Tesla-Modellen wissen müssen.

Tesla Model 3 Anhängelast: Auch der Kleinste kann Anhänger

Das Tesla Model 3 als kleinstes Modell des Herstellers ist vielleicht das Auto, das man sich am wenigsten mit einem großen Anhänger vorstellt. Doch wie gesagt kann auch ein leichter Anhänger im Alltag manchmal ziemlich praktisch sein. Und genau dafür ist auch das Model 3 geeignet.

Wer die optionale Anhängerkupplung beim Fahrzeugkauf mit auswählt – laut Tesla ist sie nicht nachrüstbar –, der bekommt eine Anhängelast von maximal 1.000 Kilogramm (gebremst). Die ungebremste Anhängelast liegt beim gesetzlichen Maximum von 750 Kilogramm. Die Stützlast gibt Tesla mit maximal 100 Kilogramm an. Ältere Modelle (Baujahr bis 2021) haben eine Zuglast von 910 Kilogramm und eine Stützlast von 91 Kilogramm.

Wer die Anhängerkupplung des Model 3 für einen Fahrradträger oder ähnliche Aufbauten verwenden will, sollte Folgendes beachten: Das Maximum an solchen vertikalen Lasten beträgt in der Regel 55 Kilogramm, wer allerdings 20-Zoll-Räder fährt und mehr als zwei Insassen befördert, hat nur 20 Kilogramm zur Verfügung.

Der Preis für das Anhängerpaket des Tesla Model 3 beträgt derzeit 1.350 Euro. Interessanterweise ist es für das Model 3 Performance nicht verfügbar, was die Hochleistungsversion zum einzigen Tesla macht, für den im Moment keine Anhängerkupplung erhältlich ist.

Zusammenfassend gilt: Mit der Anhängerkupplung schafft Tesla bei den Nicht-Performance-Modellen des Model 3 die Möglichkeit, kleinere Anhänger zu ziehen oder zwei bis drei Fahrräder zu transportieren. Größere Lasten wie Wohnwägen oder Boote sind aber in der Regel mit dem kleinsten Tesla nicht möglich.

Tesla Model Y Anhängelast

Das Crossover-SUV Model Y ist größer und schwerer als sein „kleiner Bruder“, das Model 3. Dementsprechend kann es auch größere Lasten ziehen und wird eher für große Anhänger infrage kommen.

Auch beim Model Y gilt allerdings: Die Anhängerkupplung ist optional und muss beim Kauf ausgewählt werden. Wer das Anhängerpaket kauft, kann mit seinem Model Y bis zu 1.600 Kilogramm (gebremst) bzw. 750 Kilogramm (ungebremst) ziehen. Die Stützlast liegt genau wie beim Model 3 bei maximal 100 Kilo.

Das Model Y kann aber nicht nur mehr ziehen, auch für vertikale Lasten wie Fahrradträger ist seine Anhängerkupplung besser geeignet: 72 Kilogramm beträgt das Maximum, nur bei 20-Zoll-Rädern und mehr als zwei Insassen schrumpft dieser Wert wieder auf 20 Kilogramm.

Den Einbau einer Anhängerkupplung lässt sich Tesla beim Model Y mit 1.350 Euro vergüten. Die gute Nachricht: Hier ist das Anhängerpaket für alle Varianten, also auch für das Model Y Performance, verfügbar.

Das Model Y zieht also erwartungsgemäß mehr als das Model 3; mit 1.600 Kilogramm stellt auch der ein oder andere Wohnwagen kein Problem mehr dar.

Tesla Model X Anhängelast

Wer mit einem Tesla noch schwerere Lasten ziehen will, der muss zum Model X greifen. Der größte und schwerste Tesla bietet nämlich auch die höchste Anhängelast.

Bei der Plaid-Variante beträgt diese Zuglast maximal 2.250 Kilogramm (gebremst), bei einem maximalen Deichselgewicht (Stützlast) von 90 Kilogramm. Dem Handbuch zufolge wird die maximale Anhängelast bei den später verfügbaren Long-Range-Modellen 2.300 Kilogramm und das Deichselgewicht 100 Kilogramm betragen.

Interessanterweise liegt das Limit für vertikale Lasten beim Model X bei 54 Kilogramm und damit unterhalb dessen, was das Model Y leisten kann. Allerdings findet sich in diesem Fall kein Hinweis darauf, dass dieser Wert bei bestimmten Felgen/Insassen-Kombinationen sinkt.

Das Besondere beim Model X: Das Anhängerpaket ist zumindest in der Plaid-Variante im Preis bereits inklusive und muss nicht extra bezahlt werden. Ob die Anhängerkupplung auch im Model X Long Range Standard sein wird, bleibt abzuwarten.

Fazit: Mit der Anhängelast des Model X stellen auch große Anhänger, Boote und Wohnwägen in der Regel kein Problem mehr dar; genügend Leistung ist ohnehin vorhanden.

Tesla Model S Anhängelast

Genügend Leistung für große Anhänger hätte im Prinzip auch das Model S. Auch dessen Gewicht von über zwei Tonnen würde in Sachen Zuglast einiges ermöglichen. Doch das erlaubt Tesla leider nicht: Besitzer der Oberklasse-Limousine müssen sich mit 1.600 Kilogramm gebremster Anhängelast begnügen, die zulässige Stützlast liegt auch hier bei 100 Kilogramm. Diese Werte gelten für alle Varianten des Model S.

Fahrradträger und andere vertikale Lasten schleppt das Model S analog zum Model X mit maximal 54 Kilogramm. Damit ist in dieser Hinsicht tatsächlich das Model Y mit seinen 72 Kilogramm das belastbarste beziehungsweise nützlichste Fahrzeug.

Eine Besonderheit beim Model S: Zwar ist die Grundkonstruktion für eine Anhängerkupplung werksseitig in jedem Fahrzeug verbaut, die Kupplung selbst aber muss separat erworben werden. Sie kann aktuell auch nicht bei der Bestellung ausgewählt werden, sondern muss nachträglich gekauft werden. Kostenpunkt dafür: 790 Euro.

Für einen normalgroßen Wohnwagen oder kleinere Anhänger taugt also auch das Model S. Wer regelmäßig mehr braucht, muss zum Model X greifen. Immerhin ist der finanzielle Unterschied nicht allzu groß, zumal beim Model X das Anhängerpaket inkludiert ist.

Weniger Tesla-Reichweite mit Anhänger

Doch warum sind die Anhängelasten bei Tesla bzw. bei Elektrofahrzeugen im Allgemeinen geringer als bei Verbrennern? Fakt ist schließlich, das selbst das Model X mit seinen 2.300 Kilogramm Zuglast ähnlich großen Verbrenner-SUVs hinterherhinkt.

Grund ist der je nach Anhänger teils enorme Reichweitenverlust. Wer 2.300 Kilogramm an sein Model X hängt, hat fast die doppelte Masse zu ziehen. Außerdem sind Anhänger üblicherweise nicht wirklich aerodynamisch und erhöhen so den Luftwiderstand des Gespanns enorm. Beides zusammen schlägt sich spürbar im Verbrauch und damit in der Reichweite nieder. Diese kann je nach Hänger um bis zu 50 Prozent sinken.

Prinzipiell haben Verbrenner dieses Problem ebenso – auch ihr Verbrauch steigt mit höherer Masse und höherem Luftwiderstand. Doch Reichweite spielt traditionell bei Elektroautos eben eine viel wichtigere Rolle als bei Verbrennern. Vor diesem Hintergrund scheint es nur sinnvoll, dass Tesla und andere E-Auto-Hersteller die Möglichkeiten zum Anhängerbetrieb einschränken, um die Reichweite nicht zu sehr zu belasten.

Gleichzeitig zeigt die zunehmend steigende Zuglast von E-Fahrzeugen, dass die Branche langsam aber sicher vom belastenden Reichweiten-Stigma wegkommt.

Mit Hänger: Höchstgeschwindigkeit beachten

Noch allerdings ist dieses Stigma nicht ganz überwunden; Reichweite ist immer noch ein wichtiges Argument. Wer also seinen Reichweitenverlust trotz Anhänger begrenzen will, sollte seinen Verbrauch mit einer passiven Fahrweise so niedrig wie möglich halten. Dazu gehört vor allem der Verzicht auf hohe Geschwindigkeiten. Ohnehin darf mit Anhänger außerorts maximal 80 km/h gefahren werden. Erfüllt der Hänger bestimmte Voraussetzungen, kann dieses Limit auf Autobahnen und Schnellstraßen auf 100 km/h angehoben werden – mehr geht aber in keinem Fall.

Zwar kommt man mit diesen Geschwindigkeiten nicht allzu schnell voran wie üblich, aber immerhin bleibt so der Verbrauch trotz Anhänger im Rahmen.

Fazit: Tesla-Anhängerkupplung lohnt sich trotz Aufpreis

Auch wenn das Anhängerpaket in der Regel einen Aufpreis kostet, wird es sich für viele Käufer lohnen, denn es macht ihren Tesla auf einen Schlag noch viel praktischer – genau wie diese acht Gadgets und weiteres Tesla-Zubehör.

Anders als in den Anfangszeiten von Tesla ist das Ziehen eines Anhängers mit den Elektroautos heutzutage gut möglich. Mit den meisten Tesla-Modellen muss man sich mittlerweile weder auf dem Wertstoffhof noch auf der Urlaubsfahrt mit Wohnwagen verstecken.

Das Fahren mit Anhänger geht immer zulasten der Reichweite. Doch mit heutigen Akkukapazitäten, einer angepassten Fahrweise und dem gut ausgebauten Supercharger-Netzwerk stellt auch das keine allzu große Herausforderung mehr dar.

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