Tesla-Akku als Hausspeicher: Geht das?

Tesla-Akku als Hausspeicher: Geht das?

Kann man einen alten Tesla-Akku als Hausspeicher nutzen? Alles zu den Kosten, Risiken und Vor- und Nachteilen hier lesen.

Tesla-Batterie Lebensdauer: So lange hält der Akku wirklich Sie lesen Tesla-Akku als Hausspeicher: Geht das? 3 Minuten

Hausspeicher, also große Batterien als Pufferspeicher in Wohnhäusern, gewinnen angesichts wachsender Photovoltaik-Installationszahlen und Autarkiebestrebungen immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig nähern sich zahlreiche Elektroautos früher Baujahre dem Ende Ihrer Lebensdauer.

Da stellt sich natürlich die Frage: Kann man einen Tesla Akku als Hausspeicher verwenden?

Tesla Akku für Photovoltaik

Wer eine Solaranlage auf dem Dach hat, kann seinen elektrischen Bedarf bei Sonnenschein selbst decken. Doch bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter ist man schnell wieder auf Energie aus dem Stromnetz angewiesen. Die Lösung: Eine Batterie, die bei Überproduktion (Sonnenschein) lädt und bei Bedarf (Dunkelheit) das Haus weiterhin autark versorgt.

Dieses System ist weder neu noch sonderlich innovativ, aber mittlerweile schon millionenfach im Einsatz. Das Problem bisher: Die eingesetzten Batterien sind aufgrund hoher Stückkosten meist recht klein. Praktisch wäre da, könnte man einen ausrangierten Tesla Akku als PV-Speicher einsetzen.

Tesla Powerwall – ein bewährtes System

Eines vorneweg: Es gibt bereits eine Tesla Batterie als PV-Speicher, diese firmiert unter dem Namen „Powerwall“. Dabei handelt es sich aber nicht um alte E-Auto-Batterien, sondern ein neuwertiges System von Tesla. Ein ausgeklügeltes Batteriemanagementsystem, Integration in der Tesla Home App, allerhand Sicherheitsfeatures und 10 Jahre Garantie gehören zu den Vorteilen.

Allerdings ist auch die Tesla Powerwall mit 13,5 kWh Kapazität weit entfernt von einer Autobatterie und mit Kosten von mindestens 6.450 € plus Mehrwertsteuer und Installation kein Schnäppchen.

Gebrauchte Tesla Batterie als Hausspeicher

Also doch einen alten Model-3-Akku (z.B. mit 78 kWh in der Long-Range-Version) in die Garage stellen? Das geht! Allerdings ist das Ganze kein DIY-Kindergarten-Projekt.

Prinzipiell eignen sich Tesla-Akkus gut für diesen Zweck: Sie sind zahlreich vorhanden, millionenfach getestet, und vor allem als LFP-Akku (Model 3/Y) auch thermisch sehr stabil und damit vergleichsweise sicher. Dank vieler Model S und 3, die zusehends in die Jahre kommen, sind die Batterien mittlerweile auch recht einfach zu erwerben.

Hier lesen Sie, wie es um den Zustand eines älteren Tesla nach 160.000 gefahrenen Kilometern steht.

Zwischen 5.000 und 7.000 Euro sollte man ein Akkupaket bekommen, zudem wird ein neues Batteriemanagementsystem sowie ein Hybridwechselrichter benötigt. Beides ist online gut erhältlich. Nicht im Web zu kriegen, aber definitiv notwendig sind die Dienste eines Hochvolt-zertifizierten Elektrikers, denn bei Eigenbau besteht Lebensgefahr.

So landet man insgesamt bei Kosten zwischen 10.000 € und 15.000 €. Das ist ähnlich viel wie für ein größeres Produkt „von der Stange“ (Powerwall), nur dass die verfügbare Kapazität beim Eigenbau eben um ein Vielfaches größer ist.

Diesen Vorteil erkauft man sich dafür an anderer Stelle: Garantie gibt einem für die Eigenlösung sicher niemand, und auch die Hausratsversicherung dürfte angesichts des neu zu evaluierenden Brandrisikos ein Wörtchen mitzureden haben.

Was denken Sie, ist ein Tesla-Akku für daheim eine riskante Spielerei oder echte Alternative zu konventionellen Stromspeichern?

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