Ladekurve in Tesla Model Y und Tesla Model 3 erklärt

Ladekurve in Tesla Model Y und Tesla Model 3 erklärt

Wie sieht die Ladekurve Tesla Model Y und Model 3 aus – und was bedeutet sie? Alles Wissenswerte dazu hier nachlesen.

Tesla steckt seit Jahren viel Entwicklungsaufwand in die Ladeleistung und Batterietechnologie seiner Fahrzeuge, sodass die meisten Modelle mittlerweile mit 250 kW laden können. Doch Elektroautos laden nicht mit konstanter Leistung – die sogenannte Ladekurve zeigt, wie sich die Ladeleistung in Abhängigkeit vom aktuellen Akkustand ändert.

In diesem Blogartikel erklären wir Ihnen, welche Faktoren die Tesla Ladekurve beeinflussen und welche Unterschiede es zum Beispiel zwischen der Ladekurve Tesla Model Y und der Ladekurve Tesla Model 3 gibt.

Ladekurve Tesla: Wie sieht sie aus?

Anders als der Tank eines Verbrenners lässt sich die Batterie eines E-Autos nicht gleichmäßig füllen. Mit steigendem Ladestand (SoC) nimmt die Ladeleistung zunehmend ab, besonders oberhalb von 80 % SoC – einer der Gründe, warum Ladezeiten oft von 10–80 % angegeben werden. 

Die beworbene Maximalleistung von 250 kW wird daher oft nur am Anfang des Ladevorgangs erreicht, der Durchschnitt über die Gesamtzeit liegt oft nur um die 100 kW oder sogar darunter.

Grafisch sieht das Ganze wie folgt aus, im Bild die Tesla Model Y Ladekurve des Standard-Range-Modells (Foto von EVKX via X):

Tesla Ladekurve Beispiel

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Ladekurve Tesla Model Y und Co.: Wovon hängt sie ab?

Das Schöne an variablen Ladekurven ist, dass man sie als Nutzer zu einem gewissen Grad beeinflussen kann. Ob man die Maximalleistung erreicht und wie hoch die Durchschnittsleistung ist, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab:

Tesla Model 3 Ladekurve erhöhen: Die richtige Ladestation

Zunächst einmal sollte natürlich die Ladestation selbst entsprechend hohe Ladeleistungen unterstützen. Die Tesla Supercharger der Version V3, die aktuell einen Großteil der Stationen ausmachen, unterstützen 250 kW, die nächste Generation V4 noch deutlich mehr. Lesen Sie mehr zu den Fortschritten beim V4-Supercharger.

Dennoch gibt es auch noch genügend Schnelllader, gerade auch von anderen Charging-Anbietern, die nur geringere Leistungen unterstützen.

Tesla Model Y Performance Ladekurve optimieren: Vorkonditionierung

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Ladeplanung: die Temperatur der Batterie. Wurde der Akku auf seine ideale Temperatur erwärmt, steigt die maximal mögliche Leistung.

Alle Tesla-Modelle verfügen hierfür über die sogenannte Vorkonditionierung, die automatisch aktiviert wird, sobald eine Ladestation als (Zwischen-)Ziel im Navigationssystem eingegeben wird.  Wussten Sie, dass Sie im Tesla auch manuell vorkonditionieren können?

Wer also die Routenführung im Infotainment-System nutzt, selbst wenn er den Weg zum Supercharger kennt, kann seine Ladezeit optimieren.

Ladekurve Tesla Model Y Long Range verbessern: Der Akkustand

Der dritte Schlüssel zur Maximierung der geladenen Reichweite pro Zeit liegt im Akkustand bei der Ankunft an der Ladestation. Wie bereist erwähnt, liegt die Ladeleistung nur bei niedrigem SoC (State of Charge) wirklich nahe am Maximum.

Um auch hier die bestmögliche Performance zu erreichen, empfiehlt es sich, erst mit geringem SoC zum Laden zu fahren. Wer mit 60 % Akkustand einen Supercharger aufsucht, darf keine Höchstleistungen des Ladesystems erwarten.

Ladekurve Tesla Model 3

Kommen wir nun zu den einzelnen Tesla-Modellen. Wie gesagt liegt die maximale Ladeleistung aktuell bei allen modernen Teslas bei 250 kW. Dennoch gibt es Unterschiede aufgrund unterschiedlicher Akkugröße und -technologie. 

Die Ladekurve des Tesla Model 3 Highland in der Standard-Variante mit 72-kWh-Panasonic-Batterie weist beispielsweise einen Durchschnitt von 10–80 % von 98 kW auf, während die Tesla Model 3 Long Range Ladekurve deutlich steiler abfällt und einen Mittelwert von 95 kW erreicht. Verbunden mit dem größeren 85-kWh-Akku führt das zu einer um einige Minuten längeren Ladezeit.

Tesla Model Y Juniper Ladekurve

Technisch hat das Model Y mit dem Model 3 viele Gemeinsamkeiten, weshalb sich auch die Ladekurven und die Ladezeit (circa 30 Minuten von 10 % bis 80 %) stark ähneln. Die Tesla Model Y Long Range Ladekurve performt mit 99 kW im Mittel allerdings etwas besser. 

Interessant ist der Unterschied beim LFP-Akku: Die Tesla LFP Ladekurve erreicht in der Spitze nur circa 175 kW, im Durchschnitt nur 82 kW dafür fällt sie aber auch deutlich flacher ab. In diesem Beitrag finden Sie mehr Informationen zu den unterschiedlichen Batterie-Chemien und deren Eigenschaften sowie Vor- und Nachteilen.

Tesla Model S und X

Bei den Topmodellen S und X hat Tesla noch weitaus performantere Technik verbaut. Die Ladesysteme halten den Spitzenwert von 250 kW deutlich länger (bis über 30 % SoC) und kommen so auf einen deutlich höheren Durchschnittswert von 129 kW. Trotz der signifikant höheren Kapazität von 100 kWh liegt die Ladezeit von 10 % bis 80 % damit genauso bei einer knappen halben Stunde.

Tesla Ladekurve anzeigen

Wichtig ist: Alle genannten Werte entstammen standardisierten Ladekurven der jeweiligen Modelle und Varianten. Im Einzelfall kann die Ladeperformance sowohl nach unten als auch nach oben abweichen  wie man sie beeinflussen kann, haben wir oben erklärt.

Leider stellt Tesla selbst keine Möglichkeit zur Verfügung, die Ladekurve des eigenen Fahrzeugs direkt anzeigen zu lassen. So muss man entweder die im Display angezeigte Ladeleistung über den gesamten Vorgang beobachten und selbst ein Diagramm erstellen, oder auf Drittanbieter wie TeslaLogger oder EVKX zurückgreifen.

Haben Sie die Ladeperformance Ihres Teslas schon einmal analysiert? Berichten Sie gerne in den Kommentaren davon!

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