Beim Tesla dreht sich vieles um das Thema Batterie – mal im Negativen, aber sehr oft eben auch im Positiven. Einer der, oft übersehenen, Vorteile: Man hat stets einen riesigen Akku dabei, den man für allerhand praktisches Zubehör nutzen kann.
Zubehör-Betrieb auch ohne Motor
Kühlschränke im Kofferraum, Lichter und Entertainment selbst an den entlegensten Camping-Locations oder einfach nur einen USB-Anschluss zum Laden von Smartphones und Co. Im Gegensatz zum Verbrenner muss man sich meist keine Sorgen machen, dass derartige Aktivitäten die Batterie leeren und der Wagen nicht mehr „anspringt”.
So ist es kein Wunder, dass viele Tesla-Fahrer von diesen Möglichkeiten regen Gebrauch machten – bis Tesla selbst der Sache völlig unerwartet einen Riegel vorschob. Vor zwei Jahren führte ein unscheinbares Software-Update dazu, dass die 12-Volt-Steckdosen im Auto nur noch dann Strom lieferten, wenn das Fahrzeug eingeschaltet und der Fahrersitz besetzt waren.
Update für die 12-Volt-Dose
Die Begründung damals: Sicherheitsbedenken. Laut Tesla wurden wiederholt ungeeignete Geräte beziehungsweise zu große Lasten angeschlossen, weshalb das Feature deaktiviert wurde. Fortan lief Zubehör, das auf die 12-Volt-Versorgung angewiesen war, quasi nur noch während der Fahrt und schaltete beim Parken wieder ab – gerade bei Zubehörteilen wie dem Subtrunk-Kühlschrank für Model Y ein sehr ungünstiges Szenario.
Als einziger Work-Around bot sich damals der Camping-Modus an, der aber einige Nachteile mit sich bringt. Glücklicherweise hat lautstarkes Feedback von verschiedensten Seiten mittlerweile ein Umdenken bei Tesla erwirkt.
Tesla führt Funktion ein: „Zubehör eingeschaltet lassen”
Die Funktion „Zubehör eingeschaltet lassen”, zu finden unter Fahrzeug -> Aufladen oder in der App, lässt die Niederspannungssteckdosen (12 Volt und USB) dauerhaft aktiv, zumindest in neueren Fahrzeugen und wenn der Akkustand über 20 Prozent liegt.
Tesla weist darauf hin, dass die Funktion den Akkuverbrauch während Standzeiten natürlich deutlich erhöht. Ohne aktives Zubehör liegt dieser Verbrauch bei etwa 1 % pro Tag, mit können es gut und gerne über 5 % sein.
Im Alltag ist das in der Regel kein Problem und angesichts der möglichen Vorteile zu verschmerzen. Lediglich während längeren Standzeiten, zum Beispiel im Urlaub, sollte man darüber nachdenken, die Funktion zu deaktivieren.
Nutzen Sie die „neue” Funktion bereits? Berichten Sie gerne in den Kommentaren von Ihren Erfahrungen!













